Kommunales

Im Gedenken an die Opfer des Faschismus 11.04.2012

67 Jahre ist es her, dass die Häftlinge des KZ Buchenwalds die Gunst der Stunde nutzten und sich von ihrer Haft bewaffnet befreit haben. Damals haben sie einen Schwur geleistet "Nie wieder Krieg - nie wieder Faschismus" und haben damit ihre Hoffnung und ihren Willen zu einer besseren Welt ausgedrückt. Heute, nicht mal 70 Jahre später, muss die Welt Krieg sehen und Naziaufmärsche wahrnnehmen. Was wurde also aus dem Schwur derer, die das Grauen hautnah erlebet und überlebt haben? Er wird vergessen, verdrängt oder sogar die Geschichte so gedreht, als ob es die Toten der KZ's nie gegeben hätte. Hier liegt nun auch vielleicht ein Ursprung des Problems, die geschichtlich kurze Zeit von 67 Jahren ist allerdings für Menschen schon viel zu lang. Viele Zeitzeug_innen leben nicht mehr, die Wahrnehmungen sind größtenteils nur noch auf Papier da. Wie es den Menschen in den Lagern ging wird langsam vergessen, die jüngeren Generationen sind aber in der Pflicht es nicht dazu kommen zu lassen. Es war gut und vor allem Mut erweckend, dass am gestrigen 10.04.2012 sich an der Stele in Kranichfeld auch junge Menschen einfanden um den Opfern des Faschismus zu gedenken. 2 kurze Gedichte von Schüler_innen der Anna-Sophia Regelschule, ein etwas konfuser Beitrag vom amtierenden Bürgermeister Schlotzhauer, der in dem Zusammenhang den Extremismusdiskurs weiter fortsetzen musste, einen Appel von Herrn Pledat und ein Gedenken des Pfarrers Stock gaben den Rahmen für eine eine Gedenkveranstaltung an der ca. 30 Bürger_innen der Stadt Kranichfeld teilnahmen. An diesem Abend wurde aber auch klar, dass es in Zukunft immer wichtiger wird sich den Nazis in den Weg zu stellen und es ihnen nicht zu ermöglichen die Vergangenheit wieder Gegenwart werden zu lassen.

 

Nie wieder Krieg - Nie wieder Faschismus

 

(EF)

Kein Fußbreit den Faschisten – auch nicht im Weimarer Land 08.04.2012

Am 07.04.2012 war es leider mal wieder soweit, Michel Fischer veranstaltete wieder seine Kundgebungstour durch den Südkreis des Weimarer Landes. Die Tour führte von Kranichfeld über Blankenhain und Bad Berka bis in die Kreisstadt Apolda. Auf Seiten der "Autonomen Nationalisten" hatte sich sogar die AG Erfurt angekündigt, was befürchten lief, dass bis zu 20-30 gewaltbereite Nazis den Weg in den Südkreis finden würden. Allerdings bereiteten sich auch die Antifaschist_innen vor, so mobilisierte unter anderem das "Bürgerbündnis gegen Rechtsextremismus" (BgR) und unsere Jugendgruppe PECAST JA KAB. Soweit zur Vorbereitung, kommen wir nun zum eigentlich Verlauf.

Bereits eine halbe Stunde vor geplantem Beginn in Kranichfeld trafen 15 junge Antifaschist_innen am Veranstaltungsort ein. Die Mitglieder des BgR stießen dann auch bald dazu mit einem Transparent mit der unmissverständlichen Aufschrift "Nazis sind Mörder - auch heute noch!" und unter anderem auch mit Trompeten. Auch die Polizei war bereits mit ca. 30-40 Einsatzkräften vor Ort, sie verhielten sich glücklicherweise den ganzen Tag über kooperativ. Die Nazis kamen dann schließlich kurz vor 10 an den Baumbachplatz und waren entgegen aller Erwartung lediglich zu zehnt. Die Gegendemonstrant_innen zählten zu diesem Zeitpunkt bereits ca. 30 Personen, auch der Landratskandidat der Grünen Dr. Frank Augsten war anwesend. Nach einer kurzen musikalischen Einführung durch eine Anlange mit katastrophaler Qulität ergiff dann schließlich Fischer das Wort. Er las seine Mobilisierungsflyer zum 1.Mai unter lautstraken Protesten vor, sodass niemand ein Wort verstand. Die Antifaschist_innen störten den Redebeitrag unter andem mit Trompeten, Vuvuzelas und Gesängen wie "Alerta, alerta Antifaschista!". Die nächste halbe Stunde war dann ein Rechtsrockkonzert, was nicht mehr viel mit einer Kundgebung zu tun hatte. So lief in etwa jede der vier Kundgebungen ab. In Blankenhain stießen dann auch noch Michael Eberhardt (Bürgermeisterkandidat der LINKEN für Blankenhain), Stefan Wogawa (Landratskanidat der LINKEN) und Hans-Dieter Kellner, der amtierende Bürgermeister Blankenhains dazu, zudem waren auch Verter_innen der Kirche anwesend. In Bad Berka wurden die bis dahin friedlichen Proteste durch das Erscheinen von Michel Fischers Vater gestört, der einige Jugendliche der linken Szene verbal attackierte und auch handgreiflich wurde. Der daraus entstehende Tumult konnte jedoch relativ schnell wieder aufgelöst werden. In Apolda wurde schließlich sgoar von ca. 50 Gegendemonstrant_innen gesprochen, sodass auch die Abschlusskundgebung ein Reinfall war. Das Publikum der Kundgebung beschränkte sich im Übringen auf einen Rentner, einige Kinder und Jugendliche.

Fazit: Die Kundgebungstour von Fischer und Co. war ein absoluter Reinfall, die Mobilisierung für den 1.Mai konnte somit nicht fortgesetzt werden. Viele engagierte Bürger_innen haben ein deutliches Zeichen gegen Faschismus und Intoleranz im Weimarer Land gesetzt. Und jetzt gilt es den Nazis auch den 1.Mai ordentlich zu vermiesen - also kommt alle nach Weimar und zeigt, dass auch diese Stadt kein Platz für Faschismus ist.


(DG)

Um das Verständnis wird gebeten 28.02.2012

Eine Bürger_innenfragestunde in einer Stadtratssitzung kann immer interessant werden. Auf der Stadtratssitzung am 27.08.2012 in Bad Berka hatte allerdings eine Floskel von Bürgermeister Liebetrau Hochkonjunktur: "da muss ich Sie um Verständnis bitten". Eine anwesenden Bürgerin regte sich schon über diese Floskel auf, denn den Bürger_innen reicht es. Wir wollen alle Antworten auf unsere Fragen und Lösungen für unsere Probleme. Der Sitzungssaal war voll, bevor die Beschlussanträge behandelt werden konnten mussten zunächst 2 Fragen zu Straßen geklärt werden und die zum Problem "Links- und Rechtsextresmismus" in Tannroda. Das der Bürgermeister an diesem Tag mit der Frage nur schwer jonglieren konnte und anscheinend selbst wusste, dass dieser Versuch ein Eigentor war, wurde schnell bemerkt. Die Schuld lag allerdings nicht bei ihm, viel mehr waren es die Behörden die ihm diese komplizierten Fakten überreichten. Fakt ist, es gibt eine Gefahr von einer rechtsextremen "Freien Kammeradschaft" und es soll eine reaktionäre "linksextremistische" Gruppe aus der Stadt Weimar geben, die ihre Ausbreitung auch bis in den Großraum Bad Berka haben könnte. Diese Vermutungen der Behörden führten also dazu, dass der Bürgermeister sich im Dezember hingerissen gefühlt hat, über "links- und rechtsextremistische" Gefahr in Tannroda zu sprechen. Alles sehr interessant, was sich vor den Wahlen im Rathaus abspielt.

(EF)

 

Konstruktive Diskussion und neue Bekanntschaften (24.02.2012)

Mit diesen Worten kann mensch in aller Kürze das letzte Gruppentreffen von PECAST JA KAB zusammenfassen. Neben den MitgliederInnen unserer Gruppe aus dem Weimarer Land gesellten sich auch 3 Leute aus Weimar zu uns. Zudem fand auch der stellvertetende Landesvorsitzende der Partei DIE LINKE., Sandro Witt, den Weg zu uns. Bei einigen Tassen Tee wurde zunächst die erweiterte Gruppe PECAST JA KAB Weimar / Weimarer Land  vorgestellt und über die zukünftige Zusammenarbeit schon einmal ein wenig diskutiert. Weiterhin wurde über die vergangene Demonstration informiert und die anstehende  ACTA-Demo in Erfurt kurz geplant. Sehr erfreulich waren dann die Informationen für das bevorstehende Konzert im Juni. Unsere Gruppe konnte für den 23.06.2012 das "mon ami" bestätigen, wo die Punkrockszene Band FAHNENFLUCHT gemeinsam mit 3 regionalen Bands unter dem Motto "Resist Exploitation" spielen wird. Außerdem ist ein weiteres Konzert im Mai in Planung, wo allerdings noch kein genauer Termin fest steht. Nach diesen allgemeinen Informationen ging es dann zum sehr interessanten Teil des Abends über: es stand eine Diskussionsrunde zum Thema Extremismus und menschenverachtende Einstellungen mit Sandro Witt an. Es gab etwa 15 Minuten eine kleine Einleitung in diese Thematik und dann begannen bereits die durchweg konstruktiven Diskussionsbeiträge. Einigkeit bestand darin, dass der Extremismusbegriff in jedem Fall nicht tragbar ist und lediglich u.a. von CDU-PolitikerInnen genutzt wird, um DIE LINKE. und AntifaschistInnen zu kriminalisieren. Weiterhin mussten wir feststellen, dass menschenverachtende Einstellungen leider auch in Schulen nach wie vor verankert sind und besonders an Berufsschulen sogar von Direktoren verberitet wird. Auch die Aktionen der Bundeswehr an Schulen und das Verbot von rechtspopulistischen Kleidungen wurde diskutiert. Zum Thema Kleidungsverbot gab es sehr unterschiedliche Positionen, einerseits sinnvoll aber es änder leider nichts an der Ideologie Einzelner. Auch weitere aktuellpolitische Themen wurden diskutiert und wir kamen zu dem Ergebnis, dass wir vor allem präsent sein müssen und uns für unsere Interessen stark machen müssen.

Nach dieser interessanten Diskussion bestand die Möglichkeit den Abend mit einer Runde Billiard ausklingen zu lassen. Auch dabei wurde viel geredet und natürlich auch fair um den Sieg gekämpft. Insgesamt war es ein sehr gelungener Abend und wir können hoffnungsvoll in die Zukunft schauen.

(DG)

 

PECAST JA KAB wächst weiter 12.02.2012

Eine Gruppe entwickelt sich und muss wachsen. Die Organisatoren, die für soziale Gerechtigkeit und gegen menschenverachtende Einstellungen streiten müssen mehr werden. Genau aus diesem Grund wächst nun auch PECAST JA KAB. Der einstige Einzugsbereich im Südkreis des Weimarer Landes erweitert sich auf die Kulturstadt Weimar. Wir erhoffen uns von der Neugründung der Ortsgruppe in Weimar und dem Zusammenschluss mit dem Weimarer Land mehr Ideen und Veranstaltungen. Wir müssen und werden gemeinsam weiter aktiv sein und werden und damit nun auch Weimar mehr in unseren Blickpunkt mit einbeziehen.  Auf weitere, gute und linke Arbeit!

(EF)

 

Die Aufklärung ein Reinfall 30.01.2012

Die Stadtratssitzung war gut besucht, ein paar Abgeordnete haben gefehlt und der Bürgermeister erneut. Die offizielle Erklärung, eine längere Krankheit. Von dieser Stelle zunächst „Gute Besserung“, denn politische Gegenseiten halten nicht von menschlichen Gesten ab. Doch zu dem Thema, welches endlich öffentlich behandelt wurde, lag endlich eine schriftliche Erklärung vor: „Links- und Rechtsextremismus in Bad Berka spezielle Tannroda“. Leider war die Erklärung ein Reinfall, es wurde der Verfassungsschutzbericht des Jahres 2010 vorgelesen mit dem Hinweis, dass alles Weitere / Spezielle zu schnell auf Personen schlussfolgern würde. Diese Begründung hat leider zur Folge, dass in Bad Berka weiterhin dieses strittige und schwierige Thema „hinter verschlossenen Türen“ debattiert wird und der Bürgermeister leider immer noch keine Frage beantworten kann. Es bleibt ab zu warten was in den nächsten Wochen passieren wird, da die Problematik thematisiert wird. Oder vielleicht ist am Ende viel Wind um nichts gemacht wurden, und keine/r will mehr etwas von menschenverachtenden Einstellungen wissen.

(EF)

 

Neujahresempfang der LINKEN. Apolda/Weimar am 13.01.12

Der Saal war voll, die Stimmung gut beim Neujahrsempfang der LINKEN. 2012. Eingeladen hatten dazu die Bundestagsabgeordneten Luc Jochimsen und Kersten Steinke, die Euroabgeordnete Gabi Zimmer und der Kreisverband der LINKEN. Apolda/Weimar.

Nach einer Gesprächsrunde dieser drei LINKE.-Frauen aus dem Kreis mit Heidrun Sedlacik (MdL) stellten sich der Landratskandidat der LINKEN., Stefan Wogawa, und der Bürgermeisterkandidat für Apolda, wo der Empfang erstmalig stattfand, Michael Schade, kurz mit ihren Beweggründen und Kernvorhaben vor.

Weiterhin besuchten den Empfang auch der stellv. Landesvorsitzende der LINKEN., Sandro Witt, Apoldas Bürgermeister Rüdiger Eisenbrand (CDU) sowie die Ortsvorsitzenden von SPD und Grünen.

Gesprächsthema Nummer 1 waren die Debatten um einen Mitgliederentscheid über den Parteivorsitz und die Unterstützung des Rechtspopulisten Münchberg durch SPD und CDU bei den kommenden Landratswahlen.

Der gemütliche Teil wurde vom Kabarettisten Uli Masuth begleitet, der Auszüge aus seinem Programm vortrug und unter anderem über die Zukunft von Bundespräsident Christian Wulff philosophierte.

Insgesamt war dieser Neujahrsempfang ein guter Wegweiser für die vor uns liegenden (Wahl-)Kämpfe.

Also, auf ein (gutes und gesundes) Neues, liebe GenossInnen!

(MR)

Jenas Nazi-Trio und Morgenroth... 13.01.2012

Die Geschichte des Nazi-Trios aus Jena wird Stück für Stück aufgedeckt, immer mal kommen neue Erkenntnisse ans Licht. Viele sind logisch, denkt mensch an die Taten die Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe beganngen haben. Doch nun wurde ein Bild veröffentlich, welches für die Region Weimar / Weimarer Land von Bedeutung sein könnte.

Zu sehen ist das Trio und Jan Morgenroth (NPD), Bürgermeisterkandidat 2006 in Blankenhain und heute im Stadtrat der Stadt Weimar vertreten. Zusammen halten sie auf einer Demonstration in Dresden am 24.01.1998 ein Banner mit der Aufschrift "Nationalismus - eine Idee sucht Handelnde". Dieser Spruch wurde dann anscheinend auch Programm im Lebenslauf der 4. Morgenroth als Parteisoldat und die anderen 3 als Verbrecher. Die Frage besteht nun, in wie weit hingen die 4 vielleicht zusammen?

(EF)

Artikel der TLZ vom 13.01.2012

Wir waren da, der Bürgermeister nicht 20.12.2011

  Am 19.12.2011 war der Sprecherrat von PECAST JA KAB in Meckfeld zur letzten Stadtratssitzung in diesem Jahr. Anlass waren die Äußerungen des Bürgermeisters Liebetrau in einem Zeitungsartikel vom 01.12.2011 über Selbstverwaltung und Jugendliche aus Tannroda. Er wies in diesem Artikel ausdrücklich auf die Gefahr von sowohl "rechts- als auch linksextremisten Strömungen" hin.

Am gestirgen Montag wollten wir ihn um eine Stellungnahme zu diesen Äußerungen bitten, da er den Antrag der Fraktion SBB/DIE LINKE. über eine solche Auskunft in den nichtöffentlichten Teil geschoben hatte. Allerdings glänzten sowohl der Bürgermeister, als auch seine 2 Stellvertreter (Erdmann, Schreivogel / beide CDU) und der Stadtratsvorsitzenden Schädel (parteilos) durch Nicht-Anwesenheit.

Wir stellten unsere Frage trotzdem, doch der Hauptamtsleiter verwies uns auf die Nicht-Anwesenheit des Bürgermeisters und die damit verbundene Verschiebung in die nächste Sitzung. Daraufhin bat Klaus Dinor (DIE LINKE.) um eine Verschiebung in den öffentlichen Teil der nächsten Sitzung, woraufhin ihn Dr. Pietsch (CDU) unterbrach und unter einem kräftigen Schlag auf den Tisch bekräftigte (WÖRTLICH!): „So machen wir das hier nicht!“. Auf den Hinweis von Franz Reif (SBB), dass er sich immer noch in einer Demokratie befindet, antwortete er nur mit einem müden Lächeln.

Alles in allem war die Gleichgültigkeit der Stadträte gegenüber unseren Wünschen nach Auskunft erschreckend, einzig Franz Reif, Klaus Dinor , Petra Fischer (parteilos) und die Interimsstadtratsvorsitzende Karin Pollex zeigten Interesse. Als dann zusätzliche Arbeit im Kommen schien beteiligte sich plötzlich auch die CDU-Fraktion an der Diskussion, doch Konstruktivität ist etwas anderes…

Und was schließen wir daraus? Wir werden nächstes Mal wieder da sein!

(MR)

 

Die Idee reift heran 15.12.2011

Was vor einigen Monaten noch eine Idee des Streetworkers aus Bad Berka und vielen Jugendlichen war wird langsam ein sehr ernstes Thema – die Ziegelhütte in Tannroda. Das angestrebte Ziel ist klar, ein Jugendzentrum. Doch wichtige Fragen sind und waren zu klären. Die Finanzierung? Kann zu einem Großenteil die EU übernehmen aufgrund des Tierschutzes von Fledermäusen die auf dem Grundstück wohnen. Das Konzept? Die ersten Fassungen sind formuliert. Die Verbündeten? Wissen Bescheid und freuen sich über die Idee. Doch wer sind die „Gegner“? In den letzten Wochen machte es den Anschein als würde Bürgermeister Thomas Liebetrau sich als einer erweisen. Sie Äußerung waren auf jeden Fall nicht gerade für eine eigene Sache von Jugendlichen. Er sprach allerdings genau von Selbstverwaltung, was aber nie im Konzept stand. Es handelt sich lediglich um den Wunsch der Selbstorganisation, ein Unterschied. Leider wurden bis lang noch keine Äußerungen auf diesen Umstand von Liebetrau gemacht. Das Thema wird in Regionalzeitungen auch gerade thematisiert. Vielleicht sind die Ideen auch im Ansicht des 22.04.2012 sehr bald realisierbar…

(EF)

 

Artikel der TLZ vom 15.12.2011

Lang ersehnte Turnhalleneröffnung am MCG 11.12.2011

Am 8.12. und 9.12.11 fand das 20-jährige Schuljubiläum des Gymnasiums in Bad Berka statt und die damit verbundene Eröffnung der neuen Schulsporthalle. Zu diesem Anlass fanden zwei Festveranstaltung statt in denen verschiedenste Menschen rund um das MCG zu Wort kamen. Leider sprachen dabei auch zwei Personen, die diesen feierlichen Anlass zu einer kleinen Wahlkampfveranstaltung nutzten. Einer davon war der amtierende Bürgermeister Thomas Liebetraut, der erst vor kurzem von „extremistischen Strömungen“ in Tannroda sprach. Der andere war der auf regionaler Ebene allseits bekannte Mike Mohring, der aktuell Bundesvorstandsmitglied der CDU ist. In den letzten Jahren trat dieser vor allem als Geldgeber für die Schule in Erscheinung und als ein Mensch, der vor allem persönliche Interessen in den Vordergrund stellt. Vor nicht allzu langer Zeit sagte Mike Mohring in einem Interview, dass doch alle etwas „mehr Nationalstolz“ zeigen sollten. Wohlgemerkt hat das MCG den Titel „Schule ohne Rassismus- Schule mit Courage“ inne und gerade deshalb ist die Zusammenarbeit mit Mike Mohring fragwürdig. Zum Abschluss des Schuljubiläums fand ein Fußballturnier zwischen einer Auswahl des MCG/Bad Berka und dem Team Mike Mohring statt. Dieser nutzte dieses sportliche Event natürlich wieder einmal dafür seine Person in den Vordergrund zu stellen. Allerdings stieß dies bei den zahlreich erschienenen Zuschauern, darunter auch aktive Mitglieder von Pecast Ja Kab, ganz und gar nicht auf Begeisterung. Als das Team Mike Mohring vorgestellt wurde gab es keinerlei Applaus von den Rängen, wodurch einmal mehr deutlich wurde das diese Person von vielen nicht erwünscht ist, aber eben für die Finanzierung gebraucht wird. Das Spiel endete übrigens 3:0 für das Team Mike Mohring, aber das spielte letztendlich keine Rolle. Das bunt gemischte Team des MCG und die Zuschauer hatten reichlich Spaß und die Wahlkampfveranstaltung von Mike Mohring konnte so erfolgreich verhindert werden. Es ist an für sich traurig, dass solche Personen an dieser couragierten Schule Platz haben und das nur, weil das Geld fehlt. Aber solche Veranstaltungen zeigen mehr als deutlich wie die CDU arbeitet und nationalistische Einstellungen bereits bei Schülern verbreitet werden. Deshalb ist es umso wichtiger sich zu engagieren und Nationalismus und Rassismus aktiv entgegenzutreten. 

 (DG)

Unschöne Gerüchte kursieren durch das Land 29.11.2011

Nach dem letzten Samstag (26.11) in Blankenhain eine Gruppe Neonazis auf lief planen sie wohl nun einen erneuten Aufmarsch im Weimarer Land, diesmal in der Kurstadt Bad Berka. Nach dem in Blankenhain 15 Rechte den Weg auf den Rathausplatz fanden ist es zu hinterfragen wie viele bei einer nächsten Veranstaltung kommen können. Momentan kursiert ein Gerücht, der braune Ungeist sammelt sich am 03.12 in Bad Berka auf dem Marktplatz. Was wirklich an den Gerüchten dran ist, ist momentan zu recherchieren. Doch eins ist klar, der Anmelder aus Weimar wohnt im Südkreis des Weimarer Landes, und in Weimar sind die Versuche der Demoreihen gescheitert. Also wäre es logisch nun zu versuchen Sympathisanten in den Dorfstrukturen zu bekommen, doch dies darf nicht geschehen. Denn menschenverachtende Einstellungen haben nirgendwo in der Gesellschaft platz.

Kommunen setzen sich zur Wehr 11.11.2011

Als am Donnerstag, den 10.11.2011 der Thüringer Landtag die KommunalpolitikerInnen dazu einlud, an einer öffentlichen Sitzung des Haupt- und Finanzausschuss teilzunehmen, hatte man vielleicht noch nicht damit gerecht, dass am Ende ca. 1000 Teilnehmende den Weg nach Erfurt fanden. Auf Grund dieses Ansturms wurde erstmals ein Ausschussanhörung im Plenarsaal durchgeführt und in weiteren Sitzungsräumen übertragen. Diese Menschen brachten es dann auch auf den Punkt, die Kürzungen gefährden die Kommunen und Nachbesserung ist dringend notwendig. Die LINKE. Fraktion verteilte vor dem Eingang des Landtages auch symbolisch „Care-Pakete“, diese waren mit Nadel und Faden zum Stopfen der Haushaltslöcher und einem Teelicht als Ersatz für die vielleicht bald ausfallenden Straßenbeleuchtung bestickt. Alles in allem, war diese Anhörung definitiv gelungen und aufbauend auf den Protest 2 Tage zuvor als zahlreiche kommunale Einrichtungen wie auch Rathäuser geschlossen blieben. Damit zeigen nun die Kommunen was die Schwarz-Rote Regierung wirklich vorbereitet, aber es wird nicht einfach so hingenommen. Das ist wohl das beste Zeichen aus den Kommunen selbst.

(EF)

Eine gute Idee für die Jugend 30.10.2011

Ziegelhütte in Tannroda
Ziegelhütte in Tannroda

Seit einigen Wochen diskutieren nun schon die Jugendlichen aus der Region um Bad Berka über die Entstehung eines Jugendzentrums in Tannroda. Hierbei handelt es sich um eine alte Ziegelhütte in der nähe der Feuerwehr. Nun wird es wohl langsam ernst, die Vorschläge werden in den nächsten Wochen vom Streetworker der Bauaufsicht vorgestellt und dann wird entschieden wie gut die Ideen sind und ob sie umgesetzt werden können. Die Ideen kreisen sich vor allem um die Entstehung eines Raums zum chillen und einer Skatemöglichkeit. Diese Faktoren wurden definitiv mit ins Konzept eingebaut und dazu wünscht man sich noch einen Bandraum sowie eine kleine Grillecke. Die Überlegungen zum Konzept des Jugendzentrums gehen einen sehr ökologischen Weg. Von Solarplatten auf dem Dach über Bodenwärmenutzung bis hin zu ökologisch korrektem Bier. Dieser Aspekt soll dann auch kombiniert werden mit Bildungspolitischen Tagen und „Runden Tischen“ der Jugendlichen zur Reflexion des Projektes.

Alles in allem erscheint der Plan sehr gut und man kann nur hoffen, dass es auch umgesetzt wird.

(EF)

 

 

Was wird aus den Kommunen? 18.10.2011

In der thüringischen Schwarz-Roten Koalition läuft gerade wohl so einiges schief. Die Haushaltsplanungen für das kommende Jahr laufen auf Hochtouren und momentan steht wohl schon fest, dass die Städte und Gemeinden nächstes Jahr bluten dürfen. Eine Viertelmilliarde Euro weniger an Zuschüssen, was bedeutet das? Ganz einfach, die Kommunen müssten dann ihre freiwilligen Leistungen einschränkten bis ganz aufgeben. Dankeschön, das heißt nämlich auch, dass Angebote für Jugendliche noch weniger vorkommen und städtische Angebote wie z.B. eine Bibliothek vor der Schließung stehen. Auf einer Mitgliederversammlung des Gemeinde- und Städtebundes entschiedenen die Bürgermeister über einen zentrale Aktionstag, den 08.11.2011. An diesem Tag sollen öffentlichen Gebäude geschlossen bleiben. Diese Aktion könnte ein erstes Zeichen für die Landesregierung sein, doch sollten man dabei die Bürgermeister nicht allein lassen. Einen zentralen Aktionstag kann oder besser muss man nutzen um zu zeigen, dass auch die „einfache Bevölkerung“ die Pläne von Schwarz-Rot ablehnt.

PECAST JA KAB steht für ein Leben in Würde und somit auch gegen die Streichung der Gelder für die Kommunen.

(EF)